Über die Grenzen der Komfortzone hinaus

Der Mensch mag das was er kennt. Er sucht die Sicherheit und schützt – ganz natürlich – sein Revier. Er ist ein Teil der Natur und versucht dem entsprechend, so sicher und problemlos wie möglich, sein Leben zu bestreiten.

Die Komfortzone ist eine natürliche Regelung genau dafür – für ein gesichertes Er-Leben. Das ist der “Platz” an dem man sich auskennt und die Regeln kennt. Jeder weiß in seiner Komfortzone was ihn erwartet und wie er sich verhalten sollte.

Und genau das manchmal bis zum Erbrechen oder bis es einen krank macht. Denn in der Komfortzone liegt alles – was “gesichert” erscheint – aber nicht erfolgreich sein muss.

Eigentlich wäre es dran die Situation zu ändern, weil die Beziehung keinen Sinn mehr macht, das Übergewicht überhand nimmt oder im Beruf ein BurnOut droht. Aber der innere Schweinehund, die Angst vor der unbekannten Veränderung, die negativen Erfahrungen oder oder oder … einen in der “Komfortsituation” verbleiben lässt.

Der Trägheits-Satz der Komfortzone lautet:
Lieber das bekannte Unglück, als das unbekannte Glück.

https://de.wikipedia.org/wiki/Komfortzone

Die Schwelle der Veränderung

Das ungute Gefühl, der Stress und der Druck breiten sich in der Komfortzone aus wie ein Sturm auf dem Meer. Der Wind, als das Synonym für das was Druck macht, peitscht das Leben auf. Die Wellen werden höher und höher. Sie schlagen an die Küsten – die Grenzen der Komfortzone. Es wird immer ungemütlicher. Manche sorgen in dieser Situation für eine Entlastung, einen Druckabbau. Manchmal mit der Befriedigung über Süßigkeiten, mit einer Affäre oder ungewollt auch mit einer Krankheit wie BurnOut.

Andere bleiben so lange “standhaft” bis die Wellen über die Deiche schlagen. Die Schwelle der Veränderung überschritten wird und der Druck abgebaut werden kann.

Aus Wut oder Trauer heraus wird dann eine Entscheidung getroffen, die den Druck nimmt – die Beziehung wird beendet, die nächste Diät begonnen oder der Job gewechselt. Der Sturm ebbt etwas ab – bis zum nächsten Mal, wenn die Lösung nicht das wirkliche Problem getroffen hat.

Du bist Visionär

wenn Du jetzt ein Bild der Komfortzone vor Augen hast. Dann kannst Du vielleicht schon sehen, wie Deine einzelnen Themen den Druck auslösen und sich die Wellen an Deinen Deichen aufbauen.

Du wirst dieses Bild so schnell nicht vergessen und von da an bei Deinen Konflikten oder Krisen immer mal wieder dieses Bild vor Augen haben. Möglicherweise sogar schon ein bestimmtes Gefühl damit verbinden.

So beginnen nachhaltige Veränderungen. Mit einer Vision – mit Gedanken ohne Schuld und Sühne – mit einer guten Sicht, auf das was ist und das was fehlt.

Die Vergangenheit als Grundlage der Zukunft.

Jeder ist erst mal das, was er er-lebt hat und aus der Vorvergangenheit übertragen wurde. Wurde man bedingungslos geliebt, zweifelt man langfristig nicht daran, dass man liebenswert ist. Andersherum funktioniert es genau so. Wird man nur aufgrund seiner Leistung wahrgenommen, saugt man das Leistungsprinzip regelrecht in sein Lebensprinzip mit auf. Man speichert Glaubenssätze in seiner Komfortzone wie – ohne Leistung keine Liebe – mach schnell – sei stark – und nimmt sie als selbstverständlich.

Biologisch natürlich gesehen ist dieses Muster absolut sinnvoll. Das einfache “Abspulen” von Erfahrungen machten das Über-Leben überhaupt erst möglich. Im Urwald waren schnelle Reaktionen auf Gefahren absolut notwendig – genauso wie die Muster um Sicherheit und Geborgenheit in der Gruppe finden zu können.

Nur wenn dieses Prinzip krank macht oder die Entwicklung des Selbst verhindert, dann ist es an der Zeit die Vergangenheit zu verändern, die Einschränkungen loszulassen und die – meist ungesehenen – Potenziale in den Vordergrund zu holen.

Mit der Vision über die Grenzen gehen.

Die Vision der erfolgreichen Zukunft basiert immer auf der positiven Grundannahme – es gibt einen Weg.
Du glaubst Dir nicht … Du glaubst nicht an Deine Fähigkeiten?
Das macht nichts, leihe sie Dir von anderen und verinnerliche sie.

Natürlich muss jeder – mehr oder weniger – die Kompetenzen haben, die er für das Leben in seiner Vision braucht. Diese Fähigkeit kann man sich nicht leihen, die muss man erlernen. Aber sich einbringen oder sich abgrenzen, sich sichtbar machen oder zurückziehen, vertrauen und prüfen, ….. – diese Fähigkeiten kann man sich leihen … abgucken … und verinnerlichen.

Du möchtest sichtbarer werden – vielleicht eine Führungsposition einnehmen oder in der Beziehung anders wahrgenommen werden?
Suche Dir einen Film in dem ein Schauspieler diese Rolle so ausfüllt, wie Du es Dir wünscht. Stelle Dich in die Rolle des Schauspielers. Sauge die dargestellten Fähigkeiten in Dir auf. Siehe Dir an wie er geht und steht, wie streitet und Kompromisse findet.
Das Aufsaugen ist eine Fähigkeit, die jeder in sich trägt. So haben wir es gelernt zu laufen und uns auch zu verhalten – über die Spiegelneuronen. Alleine das Bild im Kopf – die Vision – reizt die Spiegelneuronen es nachzumachen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Spiegelneuron

Ein Phänomen das funktioniert … und wenn es nicht funktioniert, dann gibt es eine Blockade – die meistens heißt – das bin nicht ich, das kann ich nicht.

Du bist das, was Du sein willst.

Es gibt keine Grenzen des Seins … auch keine positiven.
Es wird alles möglich, wenn es denkbar ist – man es sich vorstellen kann, etwas zu tun.

Sich etwas vorstellen ist eine Fantasie – eine Vision.

Vorstellen können – heißt, man hat die Fantasie und glaubt an seine Fähigkeiten.

Also …. warum nicht einfach sich vorstellen was sein soll – seine Version der Zukunft ins Leben rufen ?

Stell Dir vor es geht und spüre welche Kräfte wach werden.

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