Woran erkennt man einen guten Coach

Sie haben ein Thema, bei dem Sie sich unterstützen lassen wollen und stehen nun vor der Frage – woran erkenne ich einen guten Coach.
Die Frage nach der Coachauswahl taucht immer wieder auf und zeigt den Unsicherheitsfaktor.
Mit welcher Fragestellung kann “ich” zu welchem Coach gehen und wird er mich wirklich weiter bringen. Auch bei der Wahl eines Hausarzte oder Automechaniker passiert es, dass man unsicher ist, nur wird sich hier häufig auf die staatlichen Zertifikate verlassen, die eine Grundsicherheit geben sollen.

Beim Coach sind die Zertifikate eher unbekannt, geben kaum eine Auskunft und sind auch gesetzlich nicht geschützt. In einem gewissen Rahmen wird hier versucht, durch Verbände wie den DBVC, DCG, DCV, DVNLP, IACC etc. einen Qualitätsstandart zu beschreiben.

Dabei werden Verhaltensregeln, Methoden und Prozessabläufe beschrieben, die einen geregelten und transparenten Ablauf darstellen sollen. Es soll dann wie ein Qualitätslabel fungieren, ohne dass der einzelne weiß und nachvollziehen kann was es beinhaltet.

Die Methode als Erfolgsmerkmal

Es gibt X verschiedene Methoden nach denen gecoacht wird. Systemisch, hypnotisch, personenzentriert, ressourcenorientiert, etc. Jede der Methoden hat ihren Nimbus und immer auch eine Schar von Verehrern.

Aus meiner Sicht ist eine Methode aber nur eine Methode, um den Entwicklungsprozess am Laufen zu halten und zu steuern. Es ist nur eine Vorgehensweise, die in einen Abfolge führt, um dem Klienten eine neue Perspektive zu ermöglichen.

Viele Klienten mögen es, wenn sich die Situation plakativ vor ihnen zeigt und sie sich reinfühlen können. In dem Fall kann eine Systemaufstellung natürlich sofort Bewegung in den Prozess bringen. Andere dagegen wollen eher – wie in einer Hypnose – die Veränderung als Suggestion wahrnehmen.

Die Methode ist ein Vehikel, um etwas zu transportieren. Da ein Coachingprozess keine Autobahn ist, sondern eine vielfältige Angelegenheit, ist eine Methodenvielfalt hilfreich für einen guten Ablauf.

Die Auswahl rein nach der Methode ist somit keine unbedingt tragfähige Wahl.

Im Coaching zählt der Prozess

Abweichend von den Zertifikaten und der Methode kann die entscheidende Qualität eines Coachings aus dem Prozess abgeleitet werden. Es sind Attribute wie die Vorgehens-Transparenz und auch Zielreflektionen die den Prozess offener, nachvollziehbarer und damit sicherer gestalten.
Bei einem Arzt oder Automechaniker liegt die Qualität in der Diagnose einer Situation. Natürlich muss er auch das Problem heilen, aber sein Lösungsweg basiert auf der fachlichen Diagnose.
Zu einem Coachingprozess wird in diesem Sinne nicht diagnostiziert und ein Ablauf definiert. Es ist ein dynamischer Prozess, mit einer Zielvorstellung, die sich aber in der Entwicklung auch verändern kann. Die endgültige Lösung kristallisiert sich somit auch erst im individuellen Prozess heraus.

Was eine Entzündung oder eine defekte Kupplung ist, ist hinlänglich klar. Auch wie das Ergebnis nach der “Behandlung” aussehen soll ist eindeutig – es wurde der “gesunde” Zustand wieder hergestellt. Beim Coachingprozess ist es oftmals nicht so eindeutig, denn was Selbstvertrauen ist und was es beinhaltet und wie es zum Schluss aussieht, ist schon persönlich sehr unterschiedlich.

Zu einem gelungenen Coachingprozess gehören deshalb – Empathie, Methodenvielfalt, Methodensicherheit, Klarheit und Kreativität – um nur einige Beispiele zu nennen.

Beispiele zur Coachingauswahl

Vor einigen Tagen wurde ich im Xing-Netzwerk gefragt, wie kann man eigentlich erkennen, was ein guter Coach ist, der zu dem eigenen Thema passt.
Ich habe dort auch meine Meinung dazu erklärt und aufgezeigt, dass die Vertrauensfrage eine der wichtigsten ist. Auf der anderen Seite gehört natürlich fachliches Know-How dazu – wie z.Bsp. gute Fragen stellen, für Klarheit sorgen, Mitschwingen und doch auf Distanz bleiben, …

Ich war jetzt aber mal neugierig geworden, wie dieses Thema im Internet so dargestellt wird und habe mir drei Artikel dafür ausgewählt.
Machen Sie sich selber ein Bild und sehen auf die Seiten.
Mein Urteil dazu ist:
Artikel 1 – der business-wissen Artikel – ist ein Artikel, in denen die eigenen LeistungsAttribute als die entscheidenen dargelegt wurden. (Beispiel: Coaches sollten einen Studienabschluss haben) Es ist also eine Selbstwerbung, die Sicherheit bieten soll.

Artikel 2 – die Rauen-Coachauswahl – Beschreibt eher eine Beraterauswahl als eine Coachauswahl. Die Grenzen sind naturgemäß auch nicht ganz klar, aber der Coach ist kein Fach-Spezialist auch wenn es von Vorteil sein kann, dass er Fachwissen hat. Nur je mehr Fachwissen ein Coach hat, desto mehr wird er automatisch in diesen Fachgrenzen auch denken und handeln.

Den 3. Artikel finde ich sehr lesenswert. Zum Einen zeigt er auf, was – aus meiner Sicht – wirklich wichtig ist und zum Anderen wie man es erkennen kann. Ich sehe zwar auch ein, es macht die Auswahl nicht viel leichter, aber man bekommt ein Gefühl, worum es wirklich geht.
Viel Spaß beim Lesen

Business-Wissen – coaching-kriterien-fuer-die-auswahl-eines-coachs
Rauen – coach-auswahl
coaching-magazin – coach-auswahl

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Peter Rohde – HypnoSystem
Life und Business Coach
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