Atemübungen für das Selbstbewusstsein
Atmen können wir immer und überall.
Somit haben wir das Werkzeug für die Stärkung des Selbstbewusstseins immer dabei.
Die normale Atmung ist ein autonomer willkürlicher Vorgang.
Er läuft mehrere Male pro Minute unbemerkt ab.
In einer Atemübung machen wir uns den Atem bewusst und nutzen den Zustand für mehrere Ziele.
- loslassen von belastenden Gedanken
- Entstressung
- Stärkung des Resilienzsystems
Boxatmung zur Entspannung
Boxatmung - eine gleichmäßige Atmung, die sich von der normalen Atmung durch gezielte Zeitintervalle unterscheidet.
Der Atmenvorgang besteht aus 4 gleichen Zeitzyklen (4-5 Sekunden).
Dadurch wird zum einen die Aufmerksamkeit auf den Atemvorgang gelenkt.
Was einem hypnotisch entspannenden Zustand gleicht, bei dem der Parasympathikus angeregt und der Körper entstresst wird.
Die Vorteile sind:
- der Körper entspannt
- stressige Gedanken lösen sich
- der Blutdruck sinkt
Hypoxische Atmung zur Resilienz
Auch die hypoxische Atmung ist eine gleichmäßige, bewusst verlangsamte Atmung.
(6-8 Sekunden pro Atemzyklus / ca.2-3 Atemzüge pro Minute)
Durch die reduzierte Atemfrequenz steigt vorübergehend der CO₂-Spiegel im Blut an. Dieser gezielte Reiz stellt für den Körper eine kontrollierte Belastung dar.
- Der Organismus erlernt, mit diesem inneren Spannungszustand umzugehen.
- Die Atmung bleibt bewusst geführt, obwohl ein Stressimpuls entsteht.
- Dadurch wird die Fähigkeit trainiert unter Druck stabil zu bleiben.
Die Übung wirkt wie ein kontrolliertes Belastungstraining für das autonome Nervensystem. Ziel ist nicht maximale Entspannung, sondern die Entwicklung innerer Stabilität trotz Aktivierung.
Die Vorteile sind:
- erhöhte Stressresilienz
- verbesserte Selbstregulation unter Belastung
- gesteigerte CO₂-Toleranz und körperliche Stabilität
- Stärkung des Erlebens von Kontrolle in fordernden Situationen
Die Atemübung
Die Übungen können für ungeübte anstrengend sein. Deshalb beendet sich eine Übung nach ca. 4 Minunten automatisch
Die Übungen sollen beanspruchen aber leicht fallen. Das Atemsystem muss frei fliessen können, Ehrgeiz hat hier keinen guten Platz.
4 sek
Hinweis: Atemübungen sind körperlich anspruchvoll.
Bei Krankheiten des Herzens, Blutdruck, Schlaganfällen etc. sollte auf jeden Fall vorher ein Arzt befragt werden. Auch wenn Sie nur unsicher sind, ob es für Sie gut ist.
Bei Schwindelgefühl sollte jede Übung sofort abgebrochen werden!